Stress in der Ferienzeit

In diesem Jahr nicht mehr!

Gerade jetzt in der Vor-Ferienzeit häufen sich die Termine. Bei den Kindern wird die Mutter gerne auf Ausflügen, Theateraufführungen in Schule oder Kindergarten oder bei der Vorbereitung für Gitarrennachmittage gesehen. Als Ehefrau ist man sehr gefragt bei der Begleitung zu Firmensfeiern des Mannes. Eigene berufliche Einladungen gibt es eh genug. Zeitgleich meldet sich die Verwandtschaft für die Ferienzeit an und wie immer brummt es in der Firma bis zum Ferienanfang.
Die Yogaabendtermine hat man in den letzten Wochen ausfallen lassen und die Kopfschmerzen wollen einfach nicht abklingen. Kaum eine Zeit hat es so in sich, wie die Zeit vor den Sommerferien. Bei vielen breitet sich dann das unzufriedene Gefühl aus, keiner Rolle ganz gerecht werden zu können. In der Firma spielen Sie eine andere Rolle als innerhalb Ihrer Familie. Dort sind Sie die taffe Geschäftsfrau, Zuhause die fürsorgliche Mutter. Bei geschäftlichen Verabredungen mit Ihrem Mann die sympathische Begleitung beim eigenen Firmen-Event die Kollegin oder gar die Gastgeberin. Das hört sich kompliziert und anspruchsvoll an, hat aber auch seine guten Seiten. Denn, indem Sie sich Ihrer einzelnen Rollen bewusst werden, können Sie Schwerpunkte setzen.

Was gehört zu meiner Rolle?

Um sich der jeweiligen Rolle bewusst zu werden, müssen Sie sich zunächst darüber im Klaren werden, welche Erwartungen Sie an sich haben. In den meisten Fällen sind die Erwartungen gekoppelt mit den Kernaufgaben, die Sie in diesem Bereich haben. Z .B. ist es innerhalb des Berufes wichtig, sich nur auf seine geforderten Aufgaben zu konzentrieren und sich nicht durch Zusatzwünsche aus dem Kollegenkreis, wie z. B. das Organisieren eines Sommerfestes in eine zeitliche Stresssituation bringen zu lassen. Oder Sie haben sich im Kindergarten für das Streichen einer Wand einteilen lassen und Sie merken, dass eigentlich auch noch alle Vorhänge in dem Raum mal wieder gewaschen werden müssten. Und da sich natürlich kein anderer dafür findet, werden Sie mal wieder schwach und am Ende der Woche fallen wieder einmal Ihre eigenen Freizeittermine deshalb aus.
Dann überlegen Sie sich, was andere Personen in diesem Bereich von Ihnen erwarten. Was ist das wichtigste für Ihre Abteilungsleiterin? Arbeiten Sie die Aufgaben nach Prioritäten ab. Was erwarten Ihre Auftraggeber? Welche Termine sind die nächsten? Wenn ein Auftraggeber sehr viel Einsatz erwartet und einfach aufgrund von ständigen Korrespondenzen und vielen Telefonaten sehr viel Zeit kostet, es allerdings terminlich wichtiger wäre für einen anderen Auftraggeber mehr Zeit zu investieren, dann müssen Sie hier aktiv werden und eine für Sie positive Lösung finden. Behalten Sie immer den Fokus auf Ihre Kernaufgaben!

Was gehört nicht zu meiner Rolle?

Auch ist es wichtig zu wissen, was nicht zu Ihren Aufgaben gehört. Gibt es Aufgaben, die Sie nicht machen müssen, aber trotzdem tun? Dies kann freiwillig von Ihnen ausgehen. Es gibt aber auch andere Personen, die Aufgaben an Sie herantragen, die nicht in Ihren Aufgabenbereich fallen. Grenzen Sie sich davon ab!

Was stärkt mich in meiner Rolle?

Um eine Rolle auf lange Sicht gut auszufüllen, ist es hilfreich zu wissen, wie Sie sich selber motivieren. Auch die Bestätigung von anderen ist nicht zu unterschätzen. Bleiben Sie in Kontakt mit den Menschen, die Ihnen gut tun, die Sie positiv unterstützen. Verstärken Sie Ihre Verstärker!

Was hindert mich daran, meine Rolle auszufüllen?

Werden Sie sich bewusst über Ihre eigenen demotivierenden Gefühle, Gedanken und Gewohnheiten. Sie können diese nur minimieren oder abschalten, wenn Sie sie kennen. Das gleiche gilt für äußere Faktoren, die Sie daran hindern, Ihre Rolle auszufüllen. Halten Sie sich von Personen fern, die Ihnen nicht gut tun und Sie demotivieren. Wenn es unklare Regelungen im Job sind, versuchen Sie diese zu klären. Wenn es Freunde oder Bekannte sind, die Sie davon abhalten, Ihre eigene Rolle auszuleben, dann halten Sie sich fern von Ihnen oder meiden Sie die entsprechenden Themen. Verändern oder minimieren Sie Ihre Hinderungsgründe!

Wie? Am besten durch ein Coaching.

Petra Watolla schreiben